Kreativität


„Aus Sicht der modernen Neurobiologie kann man Kreativität als Neuformation von Informationen definieren (Holm-Hadulla 2011). Daraus ergeben sich praktische Konsequenzen: Um Informationen neu kombinieren und verarbeiten zu können, müssen sie neuronal gespeichert sein. Das heißt sie müssen durch Lernen im Gedächtnis vorhanden sein. Der kreative Funke kann nur das entzünden, was schon vorhanden ist." (Wikipedia, Kreativität)
Das Aufgabenfeld Kreativität zielt auf die Aktivierung der vorbewussten Erfahrung: durch Kreativitätstechniken im Innovationsprozess, durch Bewusstwerden der Intuition als innerem Kompass für die Lebensführung und durch kreativ-manuelle Tätigkeit zur Verknüpfung neuer Verbindungen (Assoziationen). Die kreativ-manuelle Tätigkeit kann auch ein Medium zur Selbstführung oder Selbstheilung sein.

Kreativität im weitesten Sinn beruht auf der Fähigkeit, die Lücke zwischen nicht sinnvoll miteinander verbundenen oder logisch aufeinander bezogenen materiellen und nichtmateriellen Gegebenheiten durch Schaffung von Sinnbezügen (freie Assoziation) mit bereits Bekanntem und spielerischer Theoriebildung (Phantasie) auszufüllen. So gehören auch ungewohnte Kombinationen von bekannten Materialien oder die Durchbrechung der üblichen Verwendungsschemata von funktionsgebundenen Gebrauchsgegenständen im Spiel, beim Probehandeln und als Gedankenspiel wesentlich zur Kreativität.

Beim Menschen kommt der weniger begrifflich-isolierenden und logisch-kausalen, dafür aber non-verbal, assoziativ und ganzheitlich denkenden (in der Regel rechten) Hirnhälfte für kausale Problemlösungen eine besondere Bedeutung zu (H. B. Gelatt/ C. Gelatt 2003). Beteiligt am kreativen Prozess sind aber letztlich beide Hirnhälften. Da die kreativen Denkprozesse weitgehend unbewusst ablaufen, werden kreative Einfälle oft als Eingebung einer überpersönlichen Intelligenz oder Wesenheit (Inspiration, Musenkuss usw.) oder als ein mystisches Geführtwerden erlebt.