Vertrauen

Was bedeutet "Vertrauen haben" für die Entwicklung der Resilienzfähigkeit -
Ihrer eigenen und die Ihrer Mitarbeiterinnen und Ihrer Mitarbeiter?bank

Ein Beispiel: Sie haben eine Aufgabe, die erledigt werden muss. Sie haben einen Mitarbeiter, doch Sie haben Zweifel, dass er diese Aufgabe in Ihrem Sinne erledigen kann. Dann machen Sie diese Aufgabe lieber selbst? Besser nicht!

Besser ist: Sie geben Ihrem Mitarbeiter Vertrauen aus einer Haltung der Wertschätzung heraus. Das setzt auf Ihrer Seite voraus, dass Sie in der Lage sind, sich von Ihren eigenen idealen Maßstäben zu lösen.
Ihr Vertrauen wird ihn motivieren, die Aufgabe gut zu erfüllen. Die Erfüllung der Aufgabe wird ihn stärken, besonders dann, wenn Sie seine Leistung und seinen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg anerkennen.
Ihr Vertrauen wird Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stark machen. Sie selbst werden durch das "Vertrauen geben" entlastet: in der konkreten Situation von der drohenden Aussicht auf eine zusätzliche Arbeit. "Vertrauen geben" beruht auf der grundsätzlichen Haltung des "Vertrauen-Habens". Damit meine ich, dass Sie in der Lage sind, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vertrauen.
In dieser Haltung kommt Ihr starkes Selbstvertrauen zum Ausdruck, dass Sie in der Lage sind, mit Enttäuschungen adäquat umzugehen. Damit ist zum einen Ihre professionelle Kompetenz in der Personalführung, zum anderen aber auch die Tiefe Ihres Vertrauens gemeint.

Einem tiefen Vertrauen können Enttäuschungen nichts anhaben. Enttäuschungen werden dann nicht als persönliche Kränkungen wahrgenommen, können nicht existentiell gefährden.
"Vertrauen haben" ist nach meiner Auffassung eine wichtige Quelle unserer Resilienzfähigkeit.