Reflexionen

Lebenskunstspiegelung

In Erinnerung an Aaron Antonovsky, den Entdecker der Salutogenese

Wenn Menschen in einer ausweglosen Situation noch die Kraft zum Leben finden, woher kommt diese Kraft?
Wenn Menschen sich freiwillig hohen Anforderungen unterziehen wollen, woher kommt dieser Wille?
Wenn Menschen sich an Herausforderungen herantrauen, deren Ergebnis nicht absehbar ist, woher kommt diese Risikobereitschaft?
Wenn Menschen sich mit großer Leidenschaft einer Aufgabe widmen wollen, woher kommt diese Leidenschaft?
Kennen wir die Antwort? Wofür ist wichtig, dass wir dir Antwort wissen? Würde es etwas ändern?
Nehmen wir es als Tatsache, als Ausdruck eines Lebens, das Herausforderung ist.
Die Kunst des Lebens ist eine Lebensführung, in der sich der Mensch der essentiellen Bedürfnisse seiner Lebensphase intuitiv gewiss ist.

05.September 2014

 

 

Assoziation zu Kierkegaard „Maske" - Selbstprüfung: Angst, erkannt zu werden?

Man kann sich entscheiden: Ob man sich hinter einer Maske verstecken will oder ob man sich zeigen will. Wer sich zeigt, wird erkannt. Wer sich nicht zeigen will, wird als das gesehen, was sichtbar ist, als Maske. Wer sich zeigt, mit dem ist auch eine Begegnung möglich. Wer sich nicht zeigt, der lebt mit und unter seiner Maske alleine.

Wer sich zeigt, der wirkt durch seine Persönlichkeit. Mit allem, was diese Persönlichkeit ausmacht. Wer sich nicht zeigt, der kann nur mit dem wirken, was die Maske verrät.

Ich kann mich entscheiden für oder gegen ein Leben, ohne Angst erkannt zu werden.
Ich kann mich entscheiden, als Mensch erkannt zu werden.

Peter Herrmann, Oktober 2014